Heinz Wolfgang Schnaufer

Major

geb. / born :
16.02.1922 in Calw/Württemberg
15.07.1950 bei Bordeaux
Einsätze / Missions:
2300 Starts / 164 Feindflüge
Luftsiege / Victories:
121 (Nacht/Night)
Einsatzgebiete:
Mission Areas:

Belgium, France , Germany
Geschwader/ Squadron:


Nov.1941: II./NJG 1

20.Aug.1943: 12./NJG 1

01.März.1944: IV./NJG 1

01.Nov.1944: NJG 4

 

 

Vielen Dank an Florian Berger für den folgenden Text aus seinem Buch
„Mit Eichenlaub und Schwertern“ www.bergerbuch.at
und Marcus für dessen Übersetzung !
Anmerkungen von mir sind anhand folgender Farbe zu erkennen : Frost

Many thanx to Florian Berger for the Text from his book
„Mit Eichenlaub und Schwertern“ www.bergerbuch.at
and Marcus for the translation !
Remarks of me can be recognized with the following color : Frost

 

Achtung !

In vielen Publikationen über Schnaufer wird der Ort St. Trond (Frankreich)
erwähnt. Mir wurde von Herrn Walter Duys, Oberst (BE Armee) i.R., versichert
das diese Angabe falsch ist, bzw. dieser Ort überhaupt nicht exestiert!
Die richtige Ortsangabe lautet Sint-Truiden (Belgien).

In many publications about Schnaufer the town St.Trond(France) is mentioned.
Walter Duys, Oberst (BE Armee) i.R., told me that this information is wrong,
this town doesnt even exist! The right name of the twon are Sint-Truiden (Belgium).

Quelle / Source :
Walter Duys & Luc Vanhove,
Vorsitzender des Historischen Zentrums des Fliegerhorstes
Brustem (St-Truiden)


*

 

Schnaufer`s Flugzeuge / planes

 

Schnaufer`s Bf 110C , 5./NJG 1, Sint-Truiden (Belgien), Sommer 1942





Bf 110G-4, 12./NJG 1, Sint-Truiden (Belgien), Feb. 1944


Bf 110G , IV./NJG 1, Sint-Truiden (Belgien), Okt. 1944


Bf 110G-4, NJG 4 Schleswig (Germany), März 1945

 

Auszeichnungen / Honors

 


Ritterkreuz /
Knight's Cross  
31.Dezember.1943



Eichenlaub / Oak Foliage (507) 24.Juni.1944




Schwerter /
Swords (084)  30.Juli.1944



Brillanten /  Brilliants (021) 16.Oktober.1944



Frontflugspange für Nachtjäger in Gold
Nennung im Wehrmachtsbericht
Flugzeugführer- und Beobachterabzeichen
Ehrenpokal der Luftwaffe
Deutsches Kreuz in Gold
Verwundetenabzeichen in Bronze


Front Flight Decoration for Night Fighters in gold
Nomination in the Report of Wehrmacht
Air Plane Pilot- and Observer Decoration in gold
Cup of Honour of Luftwaffe
German Cross in gold
Woundeds' Decoration in bronze




Schnaufer (rechts) mit seinem Bordfunker Fritz Rumpelhardt
Schnaufer (right) with his radio operatot Fritz Rumpelhardt

 



"Mit knapp 22 Jahren Geschwaderkommodore!"
"With barely 22 years squadron commodore!"

" Das Nachtgespenst von St.Truiden"
" Night Ghost of St. Truiden"




Das Nachtjägerkorps stellte während des Zweiten Weltkrieges die
neueste und vielleicht modernste Waffengattung der Welt dar.
Nur eine Handvoll "Ritter der Nacht" wurden mit den Schwertern
ausgezeichnet. Neben Oberstleutnant Lent war der junge
Heinz-Wolfgang Schnaufer der einzige, der den Sprung unter
die 27 höchstdekorierten Soldaten des Krieges schaffte.

Schnaufer meldete sich im Winter 1939 freiwillig zur Luftwaffe
und war anfangs für die Flakartillerie vorgesehen, ehe er
aufgrund seiner psychischen und physischen Fitness für die Ausbildung
zum Nachtjäger ausgewählt wurde. Nach einer harten und
gründlichen Ausbildung wurde er im November 1941 als Leutnant
in das jüngste Waffenkorps der Wehrmacht - die Nachtjägerwaffe - versetzt.
Zusammen mit einigen der später erfolgreichsten Piloten
diente er im Nachtjagdgeschwader 1 an der Westfront.

 

During WW II the night fighter corps represented the newest and
probably the most modern branch of the service in the world. Only a
handful of "knights of night" had been honoured with the swords. As
well as colonel lieutenant Lent, Young Heinz-Wolfgang Schnaufer was the
only one who achieved the way to the 27 highest decorated soldiers of
the war.
In winter 1939 Schnaufer became volunteer of Luftwaffe. In the
beginning he was destined for the anti air artillery. Because of his
mental and physical fitness he was chosen to receive the training as a
night fighter. After a hard and full apprenticeship in November 1941 he
became as lieutenant he was ordered to the youngest arm corps of
Wehrmacht - the night fighter weapon. Together with some of the later
most successful pilots he did his duty in first night fight squadron at
Western Front.

 



Zwei Asse der Nachtjagd, Helmut Lent und Wolfgang Schnaufer
Two Nightfighter aces, Helmut Lent und Wolfgang Schnaufer

 

Am 2. Juni 1942 konnte der energiegeladene, sympathische Offizier
seinen ersten Nachtjagdsieg erringen - als er nach einigen
weiteren Einsätzen bereits fünf Abschüsse erzielt hatte,
erhielt er das Eiserne Kreuz 1. Klasse verliehen.
Bereits nach wenigen Monaten Dienstzeit wurde der junge Leutnant
weiters zum Technischen Offizier der II. Gruppe ernannt.

Die Nachtjagd bedeutete zu jener Zeit eine besondere Herausforderung,
der nur absolut motivierte und trainierte Piloten entgegentreten konnten.
Im Dunkeln der Nacht konnte sich die jeweilige Besatzung nur
auf die Bordinstrumente, den Funksprechverkehr zum Bodenradar und
ihre Intuition verlassen. Was die Nachtjagdpiloten mit ihren Kameraden
von den Tagjagdgeschwadern verband, waren die schwerbewaffneten
und in großen Zahlen auftretenden alliierten Bomber.

Während den großen Nacht-Bomberoffensiven der Briten im Jahre 1943
konnte der stets tapfer und sehr überlegt angreifende Schnaufer
mit seiner Messerschmitt Me-110 erneute Erfolge melden.
Für seine führerischen Qualitäten sprach die Tatsache, dass er im
August 1943 die 12. Staffel übernahm, im Winter wurde er zwei Monate
vor seinem 21. Geburtstag zum Oberleutnant befördert, u.a. hatte er
in der Nacht zum 16. Dezember in einem Einsatz drei britische
Lancaster abgeschossen!

Seit Juli trug der Flugzeugführer das Deutsche Kreuz in Gold
und hatte weiters einen Ehrenpokal erhalten.

Am 31. Dezember 1943 reihte Schnaufer sich nach 42 Nachtjagdsiegen
über viermotorige Bomber in die Reihe jener Offiziere ein,
die das Ritterkreuz zum Eisernen Kreuz trugen. Auffallend ist,
dass der tapfere Nachtjäger der letzte spätere Brillantenträger war,
der dieses erhielt.

 



Ein echtes Glücksschwein für Hptm.Schnaufer (2ter von rechts)
nach dessen "Schwerter" Verleihung. Ganz links im Bild Hptm.Drewes
und ganz rechts der verwundete Major Rotter.

A real " lucky pig" for Hptm.Schnaufer after his "Schwerter"(Swords) ceremony.
Total left Hptm.Drewes, total right the wounded Major Rotter.

 

On 2nd June 1942 the energy loaded, sympathetic officer could achieve
his first night fight victory. After a few further sorties as he
already achieved 5 air victories he was granted with the
Iron Cross of 1st class. After some months of duty the young
lieutenant was nominated technical officer of 2nd group.

At those times night fight was a special challenge which could
only be faced by absolutely motivated and trained pilots.
In the dark of the night one could only rely on board instruments,
radio contact to ground radar and ones intuition.
The connection between the night fight pilots and the day fight
squadrons were the heavily armed and in huge numbers appearing
allied bombers.

During the big night offensives of the British in 1943 Schnaufer with
his Messerschmitt Me - 110, always attacking brave and clever, could
report further successes. His qualities as a leader made him take over
12th squadron in August 1943, in winter two months before his 21st
birthday he became wing commander. In the night to 16th December he had
shot down three British Lancasters on 1 sortie.

Since July the pilot was bearer of the German Cross in gold and
was also granted with a Cup of honour.

On 31 December 1943, after 42 night fight victories, Schnaufer entered
this circle of officers who were bearers of the Knight's Cross
in addition to the Iron Cross.
Remarkable is, that the brave night fighter was he last later bearer of
Brilliants, who was granted this way.

 


 

Als die sogenannte "Schräge Musik" bei der Truppe eingeführt wurde,
lehnte Schnaufer dieses neue Waffensystem trotz der großen
Geschwadererfolge persönlich ab. Er war ein eingefleischter Direktschütze,
der den präzisen Überraschungsangriff aus der unteren Sechs-Uhr-Position
perfekt beherrschte und flugtaktisch alles aus der jeweiligen
Situation herausholte. Schnaufers Kampferfolge stützten sich einerseits
auf seine erstklassigen Angriffstaktiken, andererseits auf seine
phänomenale Nachtsichtfähigkeit.
Weiters war Schnaufer ein unerschrockener Angreifer.

Hingegen sehr viel hielt Schnaufer vom neuen Bordradar SN-2-FuG-227,
welches auf die Impulse der gegnerischen Bordgeräte reagierte.

Anfangs tappten die Briten über die plötzlich ansteigenden Verluste
völlig im Dunkeln und schrieben diese einer verstärkten deutschen Flak zu.
Erst als ihnen eine unbeschädigte Ju-88 mit diesem Bordradar in die
Hände fiel, war das Rätsel gelöst.

Es kam des öfteren vor, dass Schnaufer in einem nächtlichen Einsatz
zwischen drei und fünf(!) Gegner abschoss.
Innerhalb von fünf aufeinanderfolgenden Nächten bezwang das
Ausnahmetalent einmal 20 viermotorige Bomber!!

Als man Schnaufer Anfang 1944 die Umschulung auf die moderne
Heinkel He-219 "Uhu" anbot, lehnte er dies ab.
Er fühlte sich in seiner guten, alten Me-110 sehr wohl
und bereute diese Entscheidung nie.

Ein besonderer Ansporn für die Nachtjäger war die bekannte Tatsache,
dass sich die Nachtbombardements der Briten zumeist gegen dicht
bewohnte Stadtviertel richteten; jeder abgeschossene Bomber rettete
also vielleicht Dutzenden Frauen und Kindern das Leben!

Immer öfter musste sich das vom Schwerterträger Major Streib
geführte Nachtjagdgeschwader 1 riesigen Bomberpulks, manchmal mit
bis zu 800(!) Maschinen, entgegenstellen.
In diesem Kampf David gegen Goliath errangen Schnaufer
und seine Kameraden große Erfolge.

Am 24. Mai 1944 konnte Schnaufer im Kampf gegen einen solchen
Riesenverband innerhalb von nur 14 Minuten fünf britische Bomber abschießen,
mehr als einmal brachte er einen Bombenangriff durch den Abschuss
eines Pfadfinders oder des Zeremonienmeisters sogar ganz zum Scheitern.
Im Mai übernahm er als 22jähriger Hauptmann (01.05.44) die
IV. Gruppe, neuer Geschwaderkommodore war mittlerweile der
bekannte Eichenlaubträger Major Hans-Joachim Jabs (50 Siege),
selbst erst 26 Jahre alt.

In der Nacht zum 25. Mai konnte Schnaufers Bordfunker innerhalb einer
Viertelstunde fünf Abschüsse melden - als sein Flugzeugführer zwei
Wochen später bei 84 bestätigten Nachtjagdsiegen angelangt war,
erhielt die Luftwaffe ihren 156. Eichenlaubträger.
Da Schnaufer zu diesem Zeitpunkt hinter Helmut Lent aber
bereits der zweiterfolgreichste Nachtjäger der Luftwaffe war
(Sayn-Wittgenstein war bereits gefallen), erhielt er nur kurz darauf
auch die 84. Schwerter zum Ritterkreuz mit Eichenlaub verliehen!

 



Vor Schnaufers Bf 110 stehen v.l.n.r. :
Lt.Matzak, Lt.Rolland, Oblt.Schnaufer und Oblt. Weissflog

In front of Schnaufers Bf 110 from left to right :
Lt.Matzak, Lt.Rolland, Oblt.Schnaufer und Oblt. Weissflog

As the so-called "Schräge Musik" "dire music" was introduced
to the troop, Schnaufer personally rejected this new weapon system
contrary to the great squadron successes.
He was a real direct gunner, who perfectly controlled the ambush
out of the lower six-o'clock-position, and flight tactically
he obtained everything possible out of the according situation.
His combat successes were based on his first class attacking
tactics on one hand, his phenomenal night sight ability on
the other. Further he was a fearless attacker.

Schnaufer was very fond of the new board radar SN-2-FuG-227
that reacted on the impulses of the enemy board instruments.

In the beginning the British were completely puzzled about the
suddenly increasing casualties and thought it was due to
a stronger German anti-aircraft defence.
Only as they got hold of an undamaged Ju - 88 with this board radar
the riddle was solved.

Oftenly Schnaufer shot down between three and five (!) enemies
on one night sortie.
Within five nights in a row the exception talent once
defeated twenty 4-engine-bombers.

Schnaufer was offered training to change to the modern Heinkel He-219
"Uhu" early 1944, which he rejected. He felt very well in his good old
Me-110 and he never regretted his decision.

A special stimulation for the night fighters was the known fact hat he
night bombardments of the British were mostly flown against dense
domestic town quarters. Every bomber shot down probably saved lives of
dozens of women and children!

More and more often the night fight squadron 1, lead by bearer of the
Swords - Major Streib -were confronted by gigantic flocks of bombers,
sometimes up to 800 (!) machines. In this fight David against Goliath,
Schnaufer and his comrades achieved great successes.

On 24th May 1944 Schnaufer could shoot down 5 British bombers
within 14 minutes only during a fight against such a big unit.
More than one time he made such a bomb attack give up,
by shooting down one of the "path finders" or the "master of ceremonies".
In May he took over group IV as 22 years old captain (01.05.44).
Meanwhile Hans-Joachim Jabs (50 victories) well known bearer of the
Oak Foliage, himself only 26 years old, was new squadron commodore.

In the night of 25th May Schnaufers' board radio operator could report
5 air victories within 15 minutes. As his pilot had reached 84
confirmed air victories, Luftwaffe had its 156th bearer of Oak Foliage.
At this point of time Schnaufer was 2nd successful night fighter of
Luftwaffe after Helmut Lent (Sayn-Wittgenstein had died already).
A little later he received his 84th swords in addition to
Knight's Cross with Oak Foliage.

 



Das Nachtgespenst von St.Truiden startet...

The Night Ghost of St. Truiden starts....


Obwohl sich die Luftkämpfe nachts abspielten und nur wenige Informationen
über den Kanal gelangten, wurde der erfolgreiche Nachtjäger den Briten
allmählich zum Begriff. Diese Aufmerksamkeit gipfelte im Frühjahr 1945
sogar in fairer Bewunderung, als das britische Bomberkorps dem
berühmten Nachtjäger-As über den Soldatensender Calais zum
23. Geburtstag gratulierten ließ! In der RAF wurde Schnaufer
gemäß seines Heimatstützpunktes bereits respektvoll das
"Nachtgespenst von St. Trond" (St.Truiden) genannt.

Nichtsdestotrotz versuchte die Royal Air Force natürlich unvermindert,
den gefährlichen Gegner auszuschalten.
Eigens aufgestellte Nachtjagdstaffeln, bestehend aus erfahrenen
Elite-Besatzungen, wurden in Schnaufers Einsatzgebiet geschickt.
Unter den Piloten, die auf ihn Jagd machten, waren so erfolgreiche
britische Nachtjagdasse wie Branse Burbridge (16 Siege)
und
Bob Braham (29 Siege). Letzterer war auf den Abschuss deutscher Asse
spezialisiert - so waren ihm schon die beiden Eichenlaubträger
Heinz Vinke (54 Siege) und August Geiger (53 Siege) unterlegen!
Doch auch diese "Killerkommandos" konnten Schnaufer nicht stellen.

Im Herbst 1944 befand sich das "Nachtgespenst" in Hochform und
wurde für seine Leistungen namentlich im Wehrmachtsbericht genannt.

In wenigen aufeinanderfolgenden Einsätzen gegen große Bomberverbände
über Zentral- und Süddeutschland erzielte der junge Gruppenkommandeur
wiederholt Mehrfachabschüsse und erhielt am 16. Oktober für seinen
100. bestätigten Nachtjagdsieg, nur 275 Tage(!) nach der ersten
Ritterkreuzstufe, als 21. Soldat, 12. Luftwaffenangehöriger und
2. Nachtjäger der Wehrmacht die Brillanten zum Ritterkreuz mit
Eichenlaub und Schwertern. Diese höchste Tapferkeitsauszeichnung würdigte
nicht nur seinen Erfolg, sondern auch den der gesamten Waffengattung,
die in den vergangenen Monaten Großartiges geleistet hatte.

 


 

Although air fights took place at night and only little information
crossed The Canal the successful night fighter became more and more
known to the British. This attention had it's summit when in spring
1945 the British Bomber Corps in fair admiration congratulated the
famous night fighter ace to his 23rd birthday via the soldier
broadcasting service Calais. In RAF Schnaufer was already respectfully
called Nightghost of St. Trond (St.Truiden) according to his home base.

Nevertheless Royal Air Force naturally tried undiminished to switch off
the dangerous enemy. Specially built up night fight squadrons
consisting of experienced elite staffs were sent into Schnaufer's
operation area. Among those pilots who were hunting him there were such
successful British night fight aces as Branse Burbridge (16 victories)
and Bob Braham (29 victories). Last mentioned was specialised on
shooting down German aces - so Heinz Vinke
(54 victories) and August Geiger (53 victories) both bearer of Oak
Foliage were defeated. But also these killer commandos could not
take up his stand.

In autumn 1944 Nightghost was in top form and was mentioned for his
efficiency in report of Wehrmacht by name.

During a few sorties following one after the other against big bomber
units over Central and Southern Germany the young group commander
achieved repeatedly multiple air victories. On 16h October he had
his100th night air victory confirmed, 275 days only (!) after the first
step of Knight's Cross he was granted with Brilliants in addition to
Knight's Cross with Oak Foliage and Swords as 21st soldier, 12th member
of Luftwaffe and 2nd night fighter of Wehrmacht. This highest
decoration of bravery did not honour his success but also the success
of the entire branch of the service, which had accomplished great
during the past months.

 



Eine der höchstdekorierten Besatzungen der Luftwaffe :
Gänseler - Schnaufer - Rumpelhardt

One of the highest decorated Luftwaffe crews :
Gänseler - Schnaufer - Rumpelhardt



Aufgrund ihres großen Anteiles an Schnaufers Erfolgen erhielten sein
Bordfunker Oberleutnant Rumpelhardt und der Bordschütze Oberfeldwebel
Gänsler das Ritterkreuz verliehen!
So wurde die Besatzung zu einer der höchstdekorierten der Luftwaffe.
Gänsler war übrigens vor seiner Versetzung zu Schnaufers Besatzung
mit dem erfolgreichen Nachtjäger Ludwig Becker (Eichenlaub,
Februar 1943 gefallen) zusammen geflogen und sollte bis Kriegsende
an insgesamt 115 Nachtabschüssen beteiligt sein! Rumpelhardt hatte
bei Kriegsende diesbezüglich ebenfalls über 100 Zähler auf seinem Konto!

Nachdem Schnaufer ein nach der Brillantenverleihung ausgesprochenes
Feindflugverbot mehrfach missachtete, nahm das Oberkommando der
Luftwaffe dieses designierend wieder zurück.

Am 1. Dezember 1944 wurde Schnaufer zum Major befördert und mit
knapp 22 Jahren (!) zum jüngsten Geschwaderkommodore der Luftwaffe ernannt.
Er übernahm das in Norddeutschland stationierte Nachtjagdgeschwader 4,
die Gruppen- und Staffelkommandeure waren meist älter als ihr Kommodore.

Im Frühjahr 1945 flog Schnaufer an der Spitze seiner Männer weiter gegen
die immer stärker werdenden britischen Nachtbomberverbände.
Teile des Geschwaders flogen außerdem Fern-Jagdeinsätze über England,
um die Bomber kurz vor der Landung erneut zu treffen.
Im Kampf gegen die viermotorigen Nachtbomber blieb der junge Kommodore
trotz der immer überlegeneren RAF-Nachtbegleitjäger weiterhin erfolgreich.

Am 21.02.45 konnte er mit 9 Siegen über schwere Lancaster-Bomber
einen neuen persönlichen Rekord aufstellen.
Noch im März testete Schnaufer die neue Dornier Do-335 im Kampfeinsatz,
von der Maschine erhoffte man sich große Erfolge. Kurz vor Kriegsende
wurde das Geschwader auch für einige Nacht-Schlachteinsätze
an der Wesel herangezogen.

Als Major Heinz-Wolfgang Schnaufer sein Geschwader am 8. Mai 1945
in britische Gefangenschaft führte, wies das Leitwerk seiner später
im Londoner Hyde Park ausgestellten Me-110G unglaubliche
121 Abschussbalken auf, die er in nur 164 Jagdeinsätzen erzielt hatte!
Schnaufer blieb nur wenige Monate in Kriegsgefangenschaft,
wobei ihm von seinen ehemaligen Gegnern offene Bewunderung entgegenschlug.
Aufgrund seiner unglaublichen Erfolge wurde er jedoch von britischen
Ärzten mehrmals auf aufputschende Drogen (Laktal-B) untersucht
bzw. angesprochen. Anders konnten sich die Siegermächte die derart
erfolgreiche Bewältigung des aufreibenden Nachteinsatzes
einfach nicht erklären!

 



Rumpelhardt - Schnaufer - Gänseler

Board radio operator flying officer Rumpelhardt and board gunner staff
sergeant Gänsler were granted with the Knight's Cross because of their
big share of Schnaufer's successes.
This way the staff became one of h highest decorated of Luftwaffe.
Before Gänsler was transferred to Schnaufer's staff he has been
flying together with.
The successful night fighter Ludwig Becker (bearer of Oak Foliage,
died February 1^943) and should take part in 115 air victories all
in all until end of war. Accordingly Rumpelhardt had at the end of
war over 100 air victories on his account as well.

After the investiture of Brilliants, Schnaufer had disregarded an
enemy flight prohibition several times. This is why supreme command
of Luftwaffe withdrew this order.

On 1st December 1944 was promoted major with barely 22 years (!)
the youngest squadron commodore of Luftwaffe.
He took over night fight squadron 4 based in Northern Germany.
The group- and squadron commanders were mostly older than their
commodore was.
In spring 1945 Schnaufer flew again at the head of his men against he
British night bomber units getting stronger and stronger.
Parts of the squadron flew additionally far distance sorties over
England in order to hit the bombers again before landing.
In the fight against the 4-engine night bombers the young commodore
stayed still successful although RAF night escort fighters became
superior all the time.

On 01.02.1945 Schnaufer could set up a new personal record with
9 air victories over heavy Lancaster bombers.
Still in March Schnaufer tested the new Dornier Do-335
under combat conditions, hope for big successes were put in this
machine. Short before end of war the squadron was drawn to night
battle sorties at Weser River.

When major Heinz-Wolfgang Schnaufer led his squadron into British
captivity on 8h May 1945 the glide path of his Me-110G, which was
exhibited in Hyde Park in London later, showed unbelievable 121 shot
down beams which he achieved in only 164 combat sorties!
Schnaufer stayed only a few months in captivity of war. He was given
open admiration from his former enemies. Because of his unbelievable
successes he was examined and questioned by British doctors several
times regarding stimulating drugs (Laktal-B). The victory forces simply
could not explain the to such an extent successful accomplishment of
such exhausting night sorties!

 



Rumpelhardt - Schnaufer - Gänseler


Nach dem Krieg baute der geschäftstüchtige junge Mann
sein kleines Familienunternehmen zu einem großen Betrieb aus und
gründete weitere Niederlassungen. Auf einer Geschäftsreise in Südfrankreich
wurde Heinz-Wolfgang Schnaufer am 13. Juli 1950 bei einem
nicht von ihm verschuldeten Verkehrsunfall schwer verletzt,
zwei Tage später verstarb der 28jährige in einem französischen Krankenhaus.

Dem Begräbnis in seiner Heimatstadt Calw wohnten tausende
Trauergäste bei – später wurde eine Straße nach dem
größten Sohn der Stadt benannt.

Als Ausdruck ihrer Hochachtung gegenüber dem ehemaligen Gegner
stellte die Royal Air Force Schnaufers Messerschmitt Me-110
im Museum of London sowie dem Military Museum of Canberra aus,
wo man die 121 Abschussmarkierungen heute noch bestaunen kann.

 

After the war the active young man built up his family business
to a big enterprise and founded further subsidiaries.
On a business trip in Southern France Heinz-Wolfgang Schnaufer
got severely injured in a traffic accident, which was caused
by somebody else on 13th July 1950,
two days later the 28-year-old died in a French hospital.

Thousands of grief guests attended the funeral at his hometown Calw.
Later a street was called after the greatest son of the town.

As expression of their respect to the former enemy the
Royal Air Force
exhibited Schnaufer's Messerschmitt Me-110
in Museum of London as well as in the Military Museum of Canberra,
where one can still today admire the 121
air victory marks.

 


Bevor ein Pilot seinen ersten Flug startete musste ein
militärischer "Letzter Wille" aufgesetzt werden.




Übersetzung / Translation













Photo Quelle/
source : Gerhard Schnecke





Zitate von H.Wolfgang Schnaufer:

Quotations from H.Wolfgang Schnaufer:


*


Zitate zu H.Wolfgang Schnaufer:
Quotations about H.Wolfgang Schnaufer :



*

 

Bücher / Books

 


AIRCRAFT OF THE ACES # 20 "German Night Fighter aces of World War 2 "



Der Nachtjäger
Heinkel He 219



Deutsche Nachtjagd

 


Danksagung

Credits



 
Photos :
Florian Berger & Frost & Gerhard Schnecke
Text :

Florian Berger & Frost

Translation :
Marcus
Flugzeuge / Planes :
Geschwader Embleme :


(Website down)



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10 / Dez./ 2003

last update : 30.Sep.2006


= Piloten Bunker 1939 - 45 =

© 2000 - 2006 by Frost